Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Lüchow-Dannenberg

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Lüchow-Dannenberg

    Gute Gründungsdynamik, geringe Kaufkraft

    Der Landkreis Lüchow-Dannenberg belegt mit 40 Punkten Platz 395 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Niedersachsen belegt der Landkreis Lüchow-Dannenberg Platz 46 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Lüchow-Dannenberg punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Auf Platz 2 in Niedersachsen kommt der Kreis Lüchow-Dannenberg beim Saldo der Gewerbean- und abmeldungen. Im Jahr 2004 lag dieser Wert bei 4,6 je 1.000 Einwohner. Mit dieser guten Gründungsdynamik kommt der Kreis auch im Bundesvergleich weit nach vorn: auf Rang 46. Im Bundesdurchschnitt liegt der Saldo bei einem Wert von 3,3.
    • Der Landkreis Lüchow-Dannenberg glänzt mit einem recht geringen Schuldenstand. 2004 lagen die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände statistisch bei 828 Euro je Einwohner. Bundesmittel: 1.438 Euro. Rang 50 bundesweit, Platz 8 im eigenen Bundesland.
    • Die Arbeitskosten im Kreis Lüchow-Dannenberg liegen noch knapp unter Bundesniveau (30.561 Euro). Ein Arbeitnehmer im Kreis kostete sein Unternehmen im Schnitt 29.821 Euro im Jahr 2004. Rang 185.
    • 2005 kamen auf 100.000 Einwohner im Landkreis Lüchow-Dannenberg 5.997 gemeldete Straftaten. Der Kreis unterbietet damit den Bundesschnitt von 6.919 deutlich und belegt Rang 197. In Niedersachsen kommt er damit auf Rang 14 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten.

    Schwächen

    • Nur 21,3 Prozent aller Einwohner zwischen 55 und 65 Jahren hatten 2005 Arbeit. Das ist die schlechteste Altersbeschäftigungsquote in Niedersachsen. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 29,4 Prozent. Bundesweit kommt der Kreis damit auch nur auf Rang 433.
    • Die Kaufkraft ist gering: 2005 lag die Bruttolohnsumme am Wohnort je Einwohner im Kreis bei 5.940 Euro. Bundesdurchschnitt: 8.523 Euro. Bundesweit Platz 431, Schlusslicht in Niedersachsen.
    • Die kommunale Investitionsquote im Kreis lag im Jahr 2005 durchschnittlich bei 3,1 Prozent und damit weit unter dem Bundesdurchschnitt von 13,2 Prozent der Gesamtausgaben. Nur Platz 429.
    • Beim Demografieindex für das Jahr 2005 erreicht der Kreis nur 65,1 Punkte. Bundesmittel sind 100 Punkte. Vorletzter Platz in Niedersachsen. Rang 391 bundesweit. Der Demografieindex ist ein Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft, beschreibt.