Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Bautzen

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Bautzen

    Recht hohe Investitionen, Probleme auf dem Arbeitsmarkt

    Der Landkreis Bautzen belegt mit 40,3 Punkten Platz 397 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Sachsen belegt der Landkreis Bautzen Platz 22 unter 29 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Bautzen punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände des Landkreises Bautzen beliefen sich im Jahr 2004 statistisch betrachtet auf 836 Euro je Einwohner. Bundesdurchschnitt: 1.438 Euro. Rang 52 bundesweit und Platz 3 in Sachsen.
    • Im Landkreis Bautzen ist der Anteil der Hochqualifizierten an der Gesamtzahl der Beschäftigten mit 11,2 Prozent überdurchschnittlich hoch. Im Bundesdurchschnitt haben 7,5 Prozent aller Beschäftigten einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss (2005). Rang 56.
    • Aus Unternehmenssicht betrachtet können geringe Arbeitskosten als positiver Standortfaktor gelten. Diese beliefen sich im Landkreis Bautzen 2004 auf 25.885 Euro. Im Bundesdurchschnitt kostete ein Arbeitnehmer seinem Unternehmen 30.561 Euro. Rang 68.
    • Die kommunale Investitionsquote ist im Landkreis Bautzen mit 19,3 Prozent vergleichsweise hoch. Im Jahr 2005 machten Investitionen bundesweit durchschnittlich 13,2 Prozent der kommunalen Ausgaben aus. Rang 67.

    Schwächen

    • Die Wirtschaft im Landkreis Bautzen erreichte im Jahr 2004 eine durchschnittliche Produktivität von 41.385 Euro je Erwerbstätigem. Im Bundesdurchschnitt erwirtschaftete ein Erwerbstätiger 53.331 Euro. Rang 420.
    • Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an der Gesamtzahl der Arbeitslosen beträgt im Landkreis Bautzen 45,5 Prozent. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 35,4 Prozent. Rang 403.
    • Schwach schneidet der Kreis bei der Ausbildungsplatzdichte ab: 100 Nachfrager fanden im Jahr 2003 statistisch betrachtet nur ein Angebot von 89,6 Ausbildungsplätzen vor. Bundesweit standen 96,8 Stellen zur Verfügung. Rang 401.
    • Die Arbeitslosenquote lag im Landkreis Bautzen im Jahresdurchschnitt 2006 bei 21,3 Prozent. Im Bundesdurchschnitt hatten 12,2 Prozent aller Erwerbspersonen keinen Job. Rang 408.