Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Meißen

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Meißen

    Hohe kommunale Investitionen, Sorgen am Lehrstellenmarkt

    Der Landkreis Meißen belegt mit 45,0 Punkten Platz 334 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Sachsen belegt der Landkreis Meißen Platz 3 unter 29 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Meißen punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • 26,1 Prozent betrug die kommunale Investitionsquote im Jahr 2005 im Landkreis Meißen. Im Bundesdurchschnitt machten Investitionen 13,2 Prozent der kommunalen Ausgaben aus. Rang 7.
    • Im Landkreis Meißen beträgt 2005 der Anteil der Hochqualifizierten an der Gesamtzahl der Beschäftigten 12,4 Prozent. Bundesweit haben im Schnitt nur 7,5 Prozent der Beschäftigten einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Rang 42.
    • Der Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen erreichte im Landkreis Meißen im Jahr 2004 einen Wert von 4,3 je 1.000 Einwohner und liegt damit über dem Bundesdurchschnitt von 3,3. Rang 70.
    • Verhältnismäßig schlank ist die kommunale Verwaltung im Landkreis Meißen: Auf 100 Einwohner kamen im Jahr 2004 1,04 öffentlich Beschäftigte, was Rang 82 im INSM-Ranking bringt. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 1,5 Staatsdienern je 100 Einwohner.

    Schwächen

    • Im Jahresmittel 2006 lag die Arbeitslosenquote im Landkreis Meißen bei 16,7 Prozent. Bundesdurchschnitt: 12,2 Prozent. Rang 336. Allerdings Platz 5 im Freistaat. 
    • Ausbildungsplatzdichte: Im Landkreis Meißen kamen auf 100 Nachfrager im Jahr 2003 statistisch gesehen lediglich 88,1 Ausbildungsplätze. Im Bundesdurchschnitt waren 96,8 Stellen im Angebot. Rang 409.
    • Im Landkreis Meißen lag die Einkommensteuerkraft im Jahr 2004 bei 83 Euro je Einwohner. Bundesdurchschnitt des Gemeindeanteils an der Einkommensteuer: 216 Euro je Einwohner. Rang 366.
    • Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände lagen im Landkreis Meißen im Jahr 2004 statistisch betrachtet bei 1.886 Euro je Einwohner und damit über dem Bundesdurchschnitt von 1.438 Euro je Einwohner. Rang 350.