Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Riesa-Großenhain

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Riesa-Großenhain

    Hohe kommunale Investitionsquote, wenige Lehrstellen

    Der Landkreis Riesa-Großenhain belegt mit 40,0 Punkten Platz 402 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Sachsen belegt der Landkreis Riesa-Großenhain Platz 23 unter 29 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Riesa-Großenhain punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Punkten kann der Landkreis Riesa-Großenhain bei der kommunalen Investitionsquote: Im Schnitt machten Investitionen im Jahr 2005 18,1 Prozent der kommunalen Gesamtausgaben aus. Im Bundesdurchschnitt waren es 13,2 Prozent. Rang 90.
    • 10,1 Prozent der Beschäftigten im Landkreis Riesa-Großenhain sind Hochqualifizierte. Bundesweit haben durchschnittlich 7,5 Prozent der Beschäftigten einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss (2005). Rang 77.
    • Aus Unternehmenssicht können niedrige Arbeitskosten als positiver Standortfaktor gelten. Im Landkreis Riesa-Großenhain beliefen sich diese im Jahr 2004 auf 26.295 Euro je Arbeitnehmer. Im Bundesmittel lagen die Arbeitskosten bei 30.561 Euro. Rang 80.
    • Der Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen erreichte 2004 im Landkreis Riesa-Großenhain einen Wert von 3,6 je 1.000 Einwohner und liegt damit oberhalb des Bundesdurchschnitts von 3,3 je 1.000 Einwohner. Rang 169.

    Schwächen

    • Probleme für Lehrstellenbewerber: Im Landkreis Riesa-Großenhain standen 100 Nachfrager einem Angebot von nur 83 Ausbildungsplätzen gegenüber (2003). Bundesweit hatten 100 Nachfrager durchschnittlich 96,8 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Rang 428.
    • Im Landkreis Riesa-Großenhain ist die Einkommensteuerkraft mit 69 Euro je Einwohner (2004) vergleichsweise gering. Im Bundesdurchschnitt lag der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer bei 216 Euro je Einwohner. Nur Rang 409.
    • 45,4 Prozent aller Arbeitslosen im Landkreis waren im Jahr 2005 langzeitarbeitslos. Im Bundesdurchschnitt lag die Quote bei 35,4 Prozent. Rang 401 im INSM-Regionalranking.
    • Die Arbeitslosenquote im Landkreis belief sich im Jahresdurchschnitt 2006 auf 20,4 Prozent. Bundesdurchschnitt: 12,2 Prozent. Rang 393.