Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Köthen

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Köthen

    Viel Potenzial, viele Schwierigkeiten

    Der Landkreis Köthen belegt mit 37,2 Punkten Platz 422 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Sachsen-Anhalt belegt der Landkreis Köthen Platz 21 unter 24 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Köthen punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Ein Pluspunkt für den Landkreis Köthen ist der Anteil der Hochqualifizierten. 8,9 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten können einen Hochschul- bzw. Fachhochschulabschluss vorweisen (2005). Bundesweit sind es nur 7,5 Prozent. Das ist Rang 112.
    • Der Kreis Köthen liegt mit seinem Anteil an den Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen fast auf Bundesniveau: 7,8 Prozent im Landkreis und 8,4 Prozent auf Bundesebene (2005). Rang 198 bundesweit, Rang 8 in Sachsen-Anhalt.
    • Aus Unternehmenssicht sind niedrige Arbeitskosten ein Standortvorteil. Ein Unternehmer zahlt im Kreis Köthen im Schnitt 25.345 Euro pro Beschäftigtem (2004). Auf Bundesebene waren es 30.561 Euro. Vorderer Rang 49 im INSM-Ranking.

    Schwächen

    • Unterdurchschnittlich ist die Arbeitsplatzversorgung im Kreis. 50,5 Prozent aller Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 Jahren haben im Kreis einen Arbeitsplatz (2005). Auf Bundesebene waren es 59,2 Prozent. Rang 416.
    • Weit unter dem Durchschnitt liegt das Einkommen der Beschäftigten: 20.378 Euro (2005). Zum Vergleich: Die bundesdurchschnittliche Bruttolohnsumme am Arbeitsort lag bei 25.822 Euro. Damit belegt der Kreis Rang 413.
    • Das Bruttoinlandsprodukt im Landkreis ist mit 14.560 Euro je Einwohner sehr gering (2004). Gut 10.000 Euro mehr, 24.805 Euro, sind es auf Bundesebene. Rang 417 im INSM-Ranking.