Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Rotenburg (Wümme)

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Rotenburg (Wümme)

    Niedrige Arbeitskosten, recht wenig Jobs in Wachstumsbranchen

    Der Landkreis Rotenburg (Wümme) belegt mit 51,6 Punkten Platz 194 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Niedersachsen belegt der Landkreis Rotenburg (Wümme) Platz 13 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Rotenburg (Wümme) punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Der Landkreis Rotenburg (Wümme) empfiehlt sich mit vergleichsweise niedrigen Arbeitskosten als Unternehmensstandort. Ein Arbeitnehmer kostete sein Unternehmen hier im Schnitt nur 25.578 Euro im Jahr 2004. Das Bundesmittel liegt bei 30.561 Euro. Rang 57 bundesweit, Platz 2 in Niedersachsen.
    • Deutlich besser als im Bundesdurchschnitt stellt sich im Landkreis Rotenburg (Wümme) der Saldo aus Gewerbean- und abmeldungen dar. Mit einem Wert von 4,5 je 1000 Einwohner (2004) rangiert der Kreis auf Platz 51. Im Bundesdurchschnitt liegt der Wert bei 3,3.
    • Beim Demografieindex liegt der Landkreis Rotenburg (Wümme) mit 124,7 Punkten (Bundesdurchschnitt: 100) auf Rang 71. Der Demografieindex ist ein Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft, beschreibt.
    • Im Landkreis Rotenburg (Wümme) punktet bei der Ausbildungsplatzdichte: Statistisch betrachtet gab es hier im Jahr 2003 101,4 Ausbildungsplätze für 100 Nachfrager. Bundesweit waren im Schnitt 96,8 Ausbildungsplätze im Angebot. Rang 75.

    Schwächen

    • Nur Rang 329 erreicht der Landkreis Rotenburg (Wümme) beim Anteil Hochqualifizierter. Während bundesweit 7,5 Prozent der Beschäftigten einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss haben, sind es im Landkreis nur 5 Prozent.
    • Die Produktivität im Landkreis Rotenburg (Wümme) ist relativ gering. Ein Erwerbstätiger erbringt hier im Schnitt eine Wirtschaftsleistung von 48.774 Euro (2004). Bei einem Bundesmittel von 53.331 Euro ist das nur Rang 311.
    • Knapp sechs Prozent der Beschäftigten im Landkreis Rotenburg (Wümme) arbeiteten in schnell wachsenden Branchen (Bundesdurchschnitt: 8,4 Prozent). Das bedeutet Rang 305 im INSM-Regionalranking.
    • Rang 293 bei der Einkommenssteuerkraft erreicht der Landkreis Rotenburg (Wümme) bei der Einkommenssteuer. Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer lag hier im Jahr 2004 nur bei 187 Euro. Bundesdurchschnitt: 216 Euro.