Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Ohrekreis

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Ohrekreis

    Gute kommunale Investitionsquote und höchste Kaufkraft Sachsen-Anhalts

    Der Ohrekreis belegt mit 48,6 Punkten Platz 270 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Sachsen-Anhalt belegt der Ohrekreis Platz 1 unter 24 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Ohrekreis punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Die kommunale Investitionsquote im Ohrekreis beträgt 21,9 Prozent im Jahr 2005 und liegt damit weit über dem Bundesdurchschnitt (13,2 Prozent). Rang 29 bundesweit und Platz 1 in Sachsen-Anhalt.
    • Über Bundesniveau liegt im Ohrekreis die Altersbeschäftigungsquote (2005): Statistisch betrachtet haben 32,9 je 100 Einwohner im Alter von 55-65 Jahren einen Arbeitsplatz. Im Bundesschnitt sind es nur 29,4 Prozent dieser Altersgruppe. Rang 54 für den Ohrekreis bundesweit und beste Altersbeschäftigungsquote in Sachsen-Anhalt.
    • Vergleichsweise sicher leben die Bürger im Ohrekreis. Im Jahr 2005 zählte man 5.914 gemeldete Straftaten je 100.000 Einwohner. Auf Bundesebene lag die Quote bei 6.919 Delikten. Platz 190 im INSM-Ranking und Platz 2 in Sachsen-Anhalt.
    • Mit einer Kaufkraft von 9.038 Euro je Einwohner (2005) kommt der Ohrekreis auf Rang 142. Damit liegt die Bruttolohnsumme am Wohnort je Einwohner im Kreis über den Bundesdurchschnitt, der 8.523 Euro beträgt. Höchste Kaufkraft in Sachsen-Anhalt.

    Schwächen

    • Unterdurchschnittlich ist im Ohrekreis der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen: 4,8 Prozent. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 8,4 Prozent. Rang 373 für den Ohrekreis.
    • Der Ohrekreis leistet sich eine umfangreiche Verwaltung. Statistisch gesehen kommen auf 100 Einwohner 1,83 öffentlich Beschäftigte (2004). Im Bundesdurchschnitt sind es 1,50 Beschäftigte. Für den Kreis daher Rang 350.
    • Unterdurchschnittlich ist auch das Einkommen im Ohrekreis: Es betrug 22.837 Euro je Beschäftigtem im Jahre 2005 (Bruttolohnsumme am Arbeitsort im Bundesschnitt 25.822 Euro). Damit belegt der Kreis Rang 337, innerhalb des Bundeslandes Sachsen-Anhalt kommt er aber auf Rang 6 unter 24 Kreisen und kreisfreien Städten.
    • Mit einem Wert von 104 Euro je Einwohner (2004) liegt auch die Einkommensteuerkraft im Ohrekreis unter dem Bundesdurchschnitt von 216 Euro je Einwohner. Nur Rang 337.