Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Wernigerode

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Wernigerode

    Recht hohe kommunale Investitionsquote, Defizite bei der Gründungsdynamik

    Der Landkreis Wernigerode belegt mit 46,1 Punkten Platz 315 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Sachsen-Anhalt belegt der Landkreis Wernigerode Platz 3 unter 24 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Wernigerode punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Überdurchschnittlich hoch ist die kommunale Investitionsquote im Kreis Wernigerode. Sie belief sich im Jahr 2005 auf 21,1 Prozent. Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt lag bei 13,2 Prozent. Rang 39 der INSM-Untersuchung.
    • Punkten kann der Kreis Wernigerode auch bei der Altersbeschäftigungsquote. Statistisch betrachtet haben 32,7 von 100 Einwohnern im Alter von 55-65 Jahren im Landkreis einen Job (2005). Bundesweit liegt die Quote bei 29,4. Rang 60 auf Bundesebene und Platz 2 in Sachsen-Anhalt.
    • Aus Unternehmenssicht sind niedrige Arbeitskosten ein Standortvorteil. Im Landkreis kostet ein Arbeitnehmer sein Unternehmen im Schnitt 26.731 Euro (2004). Im Bundesdurchschnitt sind es 30.561 Euro. Damit belegt der Kreis Rang 92 im INSM-Ranking.
    • Die Verschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände liegt im Kreis Wernigerode mit 1.366 Euro je Einwohner (2004) unter dem Durchschnittswert auf Bundesebene (1.438 Euro). Rang 239 für den Kreis.

    Schwächen

    • Unterdurchschnittlich war im Jahr 2004 der Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen im Kreis. Der Wert im Landkreis lag der Saldo bei 2 je 1.000 Einwohner. Im Bundesmittel lag er bei 3,3. Rang 402 bundesweit und vorletzter Platz in Sachsen-Anhalt.
    • Das Durchschnittseinkommen im Landkreis ist recht niedrig. Die Bruttolohnsumme am Arbeitsort beläuft sich auf 21.425 Euro je Beschäftigtem. Das ist deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 25.822 Euro (2005). Rang 381 im INSM-Ranking.
    • Aufholbedarf hat die Wirtschaft im Landkreis Wernigerode bei der Produktivität. Die Wirtschaftsleistung pro Beschäftigtem betrug dort im Jahr 2004 47.347 Euro. Sie lag damit deutlich unter dem Bundesschnitt von 53.331 Euro. Rang 334.
    • Im Kreis Wernigerode kommen statistisch betrachtet 1,7 öffentlich Beschäftigte auf 100 Einwohner (2004). Bundesdurchschnitt: 1,5 Beschäftigte. Damit belegt der Landkreis Rang 327.