Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Stade

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Stade

    Kaufkräftig und schlank verwaltet, Investitionen aber unter Bundesniveau

    Der Landkreis Stade belegt mit 52,9 Punkten Platz 145 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Niedersachsen belegt der Landkreis Stade Platz 7 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Stade punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Stark ist der Kreis Stade bei der Kaufkraft: Mit einer Bruttolohnsumme am Wohnort von 9.656 Euro je Einwohner im Jahr 2005 erreicht der Kreis Rang 87 im INSM-Ranking. Im Bundesdurchschnitt lag die Kaufkraft bei 8.523 Euro je Einwohner. In Niedersachen reicht das für Platz 4 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten.
    • Pluspunkte erhält der Kreis auch für seine vergleichsweise schlanke Verwaltung: Auf 100 Einwohner kamen 2004 statistisch betrachtet 1,07 Staatsdiener (Bundesdurchschnitt 1,50). Rang 92.
    • Deutlich besser als der Durchschnitt schneidet der Landkreis Stade beim Demografieindex ab, einem Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft, beschreibt: Mit 121 Punkten im Jahr 2005 landet der Kreis auf Rang 94 im Bundesvergleich und auf Rang 10 in Niedersachsen. Bundesdurchschnitt sind 100 Punkte.
    • Positiv zu Buche schlägt auch die recht hohe Altersbeschäftigungsquote im Landkreis Stade. Im Jahr 2005 hatten statistisch betrachtet 31,7 Prozent aller Einwohner im Alter von 55-65 Jahren einen sozialversicherungspflichtigen Job. Rang 97 für den Kreis im Ranking, in Niedersachsen sogar Platz 4. Zum Vergleich: Bundesweit lag die Altersbeschäftigungsquote bei 29,4 Prozent.

    Schwächen

    • Mit einer kommunalen Investitionsquote von nur 9,3 Prozent im Jahr 2005 reicht kann der Kreis Stade keinen Staat machen. Nur Rang 313 im INSM-Ranking. Bundesweit lag der Wert bei 13,2 Prozent der Gesamtausgaben.
    • Unter Durchschnitt lag 2004 auch das Bruttoinlandsprodukt: 21.430 Euro betrug der Wert aller produzierten Güter und Dienstleistungen je Einwohner im Kreis. Bundesweit lag das BIP bei 24.805 Euro je Einwohner. Rang 242.
    • Recht hoch sind die Arbeitskosten im Kreis. Durchschnittlich 31.076 Euro kostete ein Arbeitnehmer im Kreis sein Unternehmen im Jahr 2004. Das liegt über Bundesniveau (30.561 Euro). Rang 242 für den Kreis.