Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Hildburghausen

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Hildburghausen

    Top bei den Investitionen, schwach bei den Einkommen

    Der Landkreis Hildburghausen belegt mit 46,4 Punkten Platz 311 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Thüringen belegt der Landkreis Hildburghausen Platz 5 unter 23 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Hildburghausen punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Bei den kommunalen Investitionen schiebt sich der Kreis Hildburghausen mit einer Quote von 25,5 Prozent im Jahr 2005 auf Rang 9 im INSM-Bundesvergleich (Bundesmittel: 13,2 Prozent der öffentlichen Ausgaben).
    • Im Kreis Hildburghausen sind die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände niedrig: Mit 878 Euro steht jeder Einwohner rechnerisch in der Kreide (2004). Im Bundesdurchschnitt beläuft sich der Schuldenstand auf 1.438 Euro. Das bringt Rang 63, weit im oberen Viertel des Rankings, und Platz 2 in Thüringen.
    • Aus Unternehmenssicht gilt es als Standort-Plus, wenn die Arbeitskosten niedrig sind. Im Kreis Hildburghausen kostet ein Arbeitnehmer sein Unternehmen 24.825 Euro (2004). Bundesweit sind es im Schnitt 30.561 Euro. Das bringt Rang 28 für den Kreis.
    • Vergleichsweise sicher lebt es sich im Kreis Hildburghausen. 2005 wurden dort 4.195 Straftaten je 100.000 Einwohner gemeldet. Bundesweit waren es 6.919. Rang 65 im INSM-Ranking und Platz 3 in Thüringen.

    Schwächen

    • Im Bundesvergleich sehr niedrig sind im Kreis Hildburghausen die Brutto-Einkommen mit 19.621 Euro je Beschäftigem (2005). Im Bundesdurchschnitt liegen sie bei 25.822 Euro je Beschäftigtem. Rang 428. Vorletzter Platz in Thüringen.
    • Die Produktivität der Wirtschaft im Kreis Hildburghausen erreicht nur ein Niveau von 43.690 Euro pro Beschäftigtem (2004). Im Bundesmittel erwirtschaftet ein Beschäftigter 53.331 Euro. Nur Rang 391.
    • Schwach schneidet der Kreis Hildburghausen auch bei der Einkommensteuerkraft ab. Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer belief sich im Jahr 2004 auf 74 Euro je Einwohner. Im Bundesschnitt sind es 216 Euro. Nur Rang 395.
    • Deutlich unter Durchschnitt ist im Kreis Hildburghausen die Ausbildungsplatzdichte: 100 Nachfrager standen dort im Jahr 2003 statistisch betrachtet lediglich einem Angebot von 91,7 Lehrstellen gegenüber. Im Bund lag das Lehrstellenangebot bei 96,8 Ausbildungsplätzen je 100 Nachfrager. Nur Rang 360 für den Kreis.