Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Greiz

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Greiz

    Gute Investitionsquote, schwache Einkommensteuerkraft

    Der Landkreis Greiz belegt mit 41,6 Punkten Platz 383 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Thüringen belegt der Landkreis Greiz Platz 17 unter 23 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Greiz punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Beim Saldo der Gewerbean- und abmeldungen sieht die Lage nirgendwo in Thüringen so günstig aus wie im Kreis Greiz. Deutlich mehr neue Unternehmen entstehen als Gewerbebetriebe eingestellt werden. Der Wert lag bei 4,3 je 1.000 Einwohner (2004). Im Bundesmittel betrug er 3,3. Das ist Rang 75 bundesweit.
    • Der Kreis Greiz punktet auch mit einer kommunalen Investitionsquote von 20,3 Prozent im INSM-Ranking. Bundesweit betrug diese Quote im Jahr 2005 nur 13,2 Prozent. Rang 48.
    • Recht sicher lebt es sich im Landkreis Greiz. 2005 wurden dort statistisch 4.929 Straftaten je 100.000 Einwohner gemeldet. Im Bundesdurchschnitt waren es 6.919 je 100.000 Einwohner. Das bedeutet Rang 117 für den Kreis.
    • Vergleichsweise niedrig sind in Greiz die Arbeitskosten. Durchschnittlich 25.037 Euro kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen im Jahr 2004. Im Bundesdurchschnitt sind es 30.561 Euro. Bundesweit Rang 36 für den Kreis.

    Schwächen

    • Den vorletzten Platz innerhalb Thüringens belegt Greiz bei der Einkommensteuerkraft. Je Einwohner belief sich der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer dort im Jahr 2004 nur auf 68 Euro. Im Bundesdurchschnitt waren es 216 Euro. Rang 414 bundesweit und der vorletzte Platz in Thüringen.
    • Unterdurchschnittlich ist im Landkreis Greiz mit 4,1 Prozent der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen. Im Durchschnitt des Bundes beträgt die Quote 8,4 Prozent. Nur Rang 410.
    • Unbefriedigend ist in Greiz die Ausbildungsplatzdichte: 100 Nachfrager standen im Jahr 2003 statistisch betrachtet nur 91,5 Ausbildungsplätzen gegenüber. Im Bundesschnitt waren 96,8 Lehrstellen im Angebot. Nur Rang 371 im INSM-Regionalranking.
    • Nachholbedarf hat der Kreis Greiz auch bei der Kaufkraft. Diese liegt bei 6.877 Euro je Einwohner. Im Bundesdurchschnitt sind es 8.523 Euro je Einwohner. Nur Rang 385 für den Kreis Greiz.