Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Dithmarschen

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Dithmarschen

    Gute kommunale Kassenlage, Defizit am Arbeitsmarkt

    Der Landkreis Dithmarschen belegt mit 45,3 Punkten Platz 327 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Schleswig-Holstein belegt der Landkreis Dithmarschen Platz 13 unter 15 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Dithmarschen punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände lagen im Kreis Dithmarschen im Jahr 2004 bei 558 Euro je Einwohner. Im Bundesdurchschnitt stand statistisch jeder Einwohner mit 1.438 Euro in der Kreide. Das bringt Rang 10 im INSM-Bundesvergleich. In Schleswig-Holstein kommt der Kreis damit auf Platz 1!
    • Die Produktivität der Wirtschaft im Kreis Dithmarschen belief sich im Jahr 2004 auf 57.306 Euro. Im Bundesmittel erwirtschaftete jeder Erwerbstätige ein Bruttoinlandsprodukt von 53.331 Euro. Rang 105 für den Kreis.
    • Über Durchschnitt liegt im Kreis Dithmarschen die Ausbildungsplatzdichte: 100 Nachfrager standen im Jahr 2003 statistisch betrachtet einem Angebot von 99,6 Lehrstellen gegenüber. Im Bundesdurchschnitt waren es nur 96,8 Stellen. Rang 145.
    • Aus Unternehmenssicht gilt es als Standort-Plus, wenn die Arbeitskosten in einer Region niedrig sind. Im Kreis Dithmarschen lagen diese im Jahr 2004 bei 29.455 Euro. Im Bundesdurchschnitt waren dies je Arbeitnehmer 30.561 Euro. Rang 178.

    Schwächen

    • Deutlich unter Bundesdurchschnitt liegt im Kreis Dithmarschen die Altersbeschäftigungsquote: Nur 25,3 von 100 Einwohnern im Alter von 55-65 Jahren hatten im Jahr 2005 einen sozialversicherungspflichtigen Job. Im Bundesschnitt waren es 29,4 Prozent. Das reicht nur für Rang 393.
    • Mit einer Kaufkraft von 6.959 Euro je Einwohner erreicht der Kreis Dithmarschen im bundesweiten Vergleich nur Rang 375. Im Bundesschnitt liegt die Bruttolohnsumme am Wohnort je Einwohner bei 8.523 Euro.
    • Im Landkreis Dithmarschen liegt der Anteil der Hochqualfizierten mit 4,8 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. Bundesweit haben 7,5 Prozent aller Beschäftigten einen Hochschul- bzw. Fachhochschulabschluss. Rang 341 für den Kreis Dithmarschen.
    • Nachholbedarf hat der Kreis Dithmarschen auch bei der Arbeitsplatzversorgung: Nur 56,1 Prozent aller Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 Jahren hatten im Jahr 2005 einen Job. Im Bundesschnitt lag die Quote bei 59,2 Prozent. Rang 312.