Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Cloppenburg

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Cloppenburg

    Günstige Altersstruktur, schlanke Verwaltung, wenig Kaufkraft

    Der Landkreis Cloppenburg belegt mit 49,7 Punkten Platz 244 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Niedersachsen belegt der Landkreis Cloppenburg Platz 19 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Cloppenburg punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Nur 24,7 Prozent aller Arbeitslosen im Kreis Cloppenburg waren 2005 langzeitarbeitslos. Platz 2 in Niedersachsen, Rang 20 im Bund, wo der Schnitt bei 35,4 Prozent lag.
    • Im Landkreis Cloppenburg kann man eine recht schlanke Verwaltung vorweisen. 2004 kamen auf 100 Einwohner nur 0,87 öffentlich Beschäftigte in den Gemeinden und Gemeindeverbänden - Platz 3 in Niedersachsen und Rang 33 unter allen Landkreisen. Im Bundesmittel kamen 1,5 Staatsdiener auf 100 Einwohner.
    • Der Kreis Cloppenburg punktet auch beim Demografieindex. Hier erreicht der Kreis 152,4 Punkte, während der Bundesdurchschnitt bei 100 Punkten liegt. Dieser Sammelindikator bildet die Altersstruktur der Bevölkerung heute und in Zukunft ab. Bundesweit Rang 4, Platz 2 in Niedersachsen.
    • Die kommunale Investitionsquote, also der Anteil der kommunalen Investitionen an den Gesamtausgaben, ist im Landkreis vergleichsweise hoch: Im Jahr 2005 lag die Quote im Kreis bei 16,9 Prozent. Bundesdurchschnitt sind 13,2 Prozent. Rang 5 in Niedersachsen und Platz 123 bundesweit.

    Schwächen

    • Der Anteil der Beschäftigten mit Fachhochschul- oder Hochschulabschluss an allen Erwerbstätigen ist im Kreis vergleichsweise niedrig: Er lag im vergangenen Jahr nur bei 3,5 Prozent. Damit kommt der Kreis auf Platz 412. Im Bundesdurchschnitt haben 7,5 Prozent aller Beschäftigten einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss.
    • Im Kreis hatten lediglich 26 Prozent aller 100 Einwohner im Alter zwischen 55 und 65 Jahren im 2005 Arbeit. Damit belegt der Kreis nur Rang 371. Im Bundesdurchschnitt lag die Altersbeschäftigungsquote bei 29,4 Prozent.
    • Die Kaufkraft im Landkreis liegt unter Bundesnivau. Im Jahr 2005 lag die Bruttolohnsumme am Wohnort je Einwohner bei nur 7.180 Euro. Rang 354. Bundesdurchschnitt waren 8.523 Euro.
    • Die Einkommensteuerkraft ist recht niedrig: Im Jahr 2004 belief sich der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer auf nur 135 Euro je Einwohner - Rang 323. Bundesdurchschnitt: 216 Euro je Einwohner.