Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Emsland

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Emsland

    Schlanke Verwaltung, viele Lehrstellen, wenig Kaufkraft

    Der Kreis Emsland belegt mit 50,3 Punkten Platz 232 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Niedersachsen belegt der Kreis Emsland Platz 17 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Emsland punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Ausbildungsplatzdichte: Im Landkreis Emsland kamen im Jahr 2003 auf 100 Nachfrager statistisch betrachtet 102,9 Ausbildungsplätze. Im Bundesdurchschnitt waren nur 96,8 Plätze im Angebot. Damit belegt der Kreis Platz 4 in Niedersachsen und Rang 28 im Bund.
    • Der Kreis Emsland hat eine recht schlanke Verwaltung: 100 Einwohnern standen im Jahr 2004 statistisch 0,9 öffentlich Beschäftigte in den Gemeinden und Gemeindeverbänden gegenüber. Bundesdurchschnitt: 1,5 Staatsdiener. Das reicht wiederum für Platz 4 im eigenen Bundesland sowie Rang 39 im deutschlandweiten INSM-Regionalvergleich.
    • Die Wirtschaft im Landkreis Emsland ist produktiv: Jeder Erwerbstätige erwirtschaftete 2004 dort durchschnittlich 57.950 Euro. Die bundesdurchschnittliche Produktivität liegt mit 53.331 Euro unter dem Wert des Emslandes. Damit belegt der Landkreis Platz 3 in Niedersachsen und Rang 96 im Bund.
    • Der Kreis Emsland punktet mit einer relativ geringen kommunalen Verschuldung. Statistisch stand im Jahr 2004 jeder Einwohner mit durchschnittlich 1.033 Euro in der Kreide. Im Schnitt aller Kreise und kreisfreien Städte hat jeder Einwohner mit 1.438 Euro rund 400 Euro mehr zu schultern als im Emsland. Der Landkreis erreicht damit den 113. Rang.

    Schwächen

    • Nur 24,3 Prozent aller Einwohner im Alter zwischen 55 und 65 Jahren im Landkreis Emsland hatten 2005 eine Arbeit. Der Bundesdurchschnitt bei der Altersbeschäftigungsquote lag bei 29,4 Prozent. Damit landet der Kreis im Ranking weit hinten auf Platz 411.
    • Die Kaufkraft im Kreis ist relativ gering. Im vergangenen Jahr lag die Bruttolohnsumme am Wohnort je Einwohner nur bei 7.536 Euro. Die durchschnittliche Kaufkraft im Bund lag bei 8.523 Euro. Das reicht nur für Platz 322.
    • Auch die Einkommensteuerkraft ist schwach. Der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer lag 2004 mit 152 Euro deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 216 Euro. Der Landkreis Emsland belegt nur Rang 320.
    • Nur 5,2 Prozent aller Beschäftigten im Kreis waren 2005 hochqualifiziert, hatten also einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss. Bundesschnitt: 7,5 Prozent. Nur Rang 308.