Das INSM-Regionalranking 2006

    Kreisfreie Stadt Essen

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Kreisfreie Stadt Essen

    Viele Jobs in Wachstumsbranchen, hohe Arbeitslosenquote

    Die kreisfreie Stadt Essen belegt mit 48,9 Punkten Platz 260 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Nordrhein-Westfalen belegt Essen Platz 38 unter 54 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Essen punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Ein hoher Anteil der Beschäftigten in Essen arbeitet in schnell wachsenden Branchen: 19,3 Prozent. Bundesweit waren es im Jahr 2005 nur 8,4 Prozent, was im Bundesvergleich Platz 5 von 435 bedeutet. Rang 3 unter 54 Kreisen und kreisfreien Städten in NRW.
    • Die Einkommen sind recht hoch in der kreisfreien Stadt Essen: Die Bruttolohnsumme am Arbeitsort je sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag im Jahr 2005 im Durchschnitt bei 31.649 Euro (bundesweit 25.822 Euro); das bedeutet Rang 27. Auch im NRW-weiten Vergleich schneidet Essen gut ab: Platz 6 von 54.
    • Bei der Produktivität kann Essen ebenfalls punkten: Jeder Erwerbstätige erwirtschaftete im Jahr 2004 dort statistisch gesehen eine Wirtschaftsleistung von 64.843 Euro - im Bundesdurchschnitt sind es nur 53.331 Euro. Rang 30 bundesweit und NRW-intern Rang 5.
    • Mit einem Anteil von 12 Prozent Hochschul- und Fachhochschulabsolventen unter den Beschäftigten (Bundesdurchschnitt 7,5 Prozent Hochqualifizierte) belegt Essen Platz 47 bundesweit und im NRW-weiten Vergleich Platz 7 von 54 Kreisen und kreisfreien Städten.

    Schwächen

    • Die kommunale Investitionsquote lag in Essen mit 3,4 Prozent der Gesamtausgaben deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Deutschlandweit betrug die Quote im Jahr 2005 13,2 Prozent. Das bedeutet Rang 426 für Essen.
    • Mit Arbeitskosten von durchschnittlich 35.533 Euro je Arbeitnehmer (2004, Bundesdurchschnitt 30.561 Euro) liegt Essen klar über dem Durchschnitt und landet auf Rang 393. NRW-weit: Platz 50 unter 54 Kreisen und kreisfreien Städten.
    • Mit einer Arbeitslosenquote von 16,8 Prozent liegt Essen deutlich über dem Bundesmittel von 12,2 Prozent (Jahresdurchschnitt 2006) und erreicht nur Rang 339. NRW-weit schneidet die Ruhrmetropole ebenfalls schlecht ab: Platz 49 von 54.
    • Statistisch gesehen beziehen in Essen 8,9 von 100 Einwohnern Arbeitslosengeld II, bundesweit sind es 6 von 100 Einwohnern. Rang 344 für Essen bundesweit, NRW-intern Rang 49.