Das INSM-Regionalranking 2006

    Kreisfreie Stadt Mülheim an der Ruhr

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Kreisfreie Stadt Mülheim an der Ruhr

    Plus bei der Produktivität, Minus bei der Altersstruktur

    Die kreisfreie Stadt Mülheim an der Ruhr belegt mit 50,9 Punkten Platz 214 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Nordrhein-Westfalen belegt Mülheim an der Ruhr Platz 28 von 54 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo die kreisfreie Stadt Mülheim an der Ruhr punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Mülheim an der Ruhr kann mit einer hohen Einkommensteuerkraft punkten: Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer lag dort im Jahr 2004 bei 321 Euro (Bundesdurchschnitt: 216 Euro). Bundesweit Rang 45, NRW-intern Rang 6 von 54.
    • 12,9 Prozent aller Beschäftigten arbeiten in Mülheim an der Ruhr in schnell wachsenden Branchen. Bundesweit sind es nur 8,4 Prozent (2005). Das bringt bundesweit Rang 57, NRW-weit Rang 13.
    • Die Wirtschaft in Mülheim an der Ruhr ist produktiv: Jeder Erwerbstätige vor Ort erbrachte hier im Jahr 2004 statistisch gesehen eine Wirtschaftsleistung von 60.350 Euro - im Bundesdurchschnitt waren es nur 53.331 Euro. Rang 65 für die kreisfreie Stadt.
    • Mit 8,9 Prozent Hochschul- und Fachhochschulabsolventen unter den Beschäftigten lag Mülheim an der Ruhr im Jahr 2005 klar über dem Bundesdurchschnitt von 7,5 Prozent und erreicht Rang 110 bundesweit sowie Platz 12 in NRW.

    Schwächen

    • Im Jahr 2005 wurden in Mülheim an der Ruhr lediglich 3,0 Prozent der kommunalen Ausgaben investiert. Bundesweit lag die kommunale Investitionsquote bei 13,2 Prozent. Das bedeutet Rang 430 für die Stadt. NRW-intern Platz 50.
    • Mülheim an der Ruhr hat eine hohe kommunale Schuldenlast. Statistisch gesehen war im Jahr 2004 jeder Bürger mit 2.585 Euro im Minus (gegenüber 1.438 Euro im Bundesdurchschnitt). Rang 411 für Mülheim an der Ruhr, NRW-weit Platz 49.
    • Die Arbeitskosten in Mülheim an der Ruhr bewegen sich mit durchschnittlich 34.754 Euro je Arbeitnehmer (Bundesdurchschnitt 30.561 Euro, 2004) deutlich über dem Durchschnitt. Rang 376 bundesweit und NRW-intern Platz 44.
    • Der Demografieindex verweist auf eine vergleichsweise ungünstige Altersstruktur in Mülheim an der Ruhr. Die Stadt erreicht hier nur 70,4 Punkte und kommt damit auf Rang 371. Schlusslicht in NRW. Der Demografieindex ist ein Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft, beschreibt.