Das INSM-Regionalranking 2006

    Kreisfreie Stadt Oberhausen

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Kreisfreie Stadt Oberhausen

    Recht schlanke Verwaltung, recht viele Langzeitarbeitslose

    Die kreisfreie Stadt Oberhausen belegt mit 46,8 Punkten Platz 306 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Nordrhein-Westfalen belegt Oberhausen Platz 47 von 54 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo die kreisfreie Stadt Oberhausen punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Ein beachtlicher Teil der Beschäftigten in Oberhausen hatte im Jahr 2005 Arbeit in schnell wachsenden Branchen: Der Anteil belief sich auf 17 Prozent. Das liegt deutlich über Bundesniveau (8,4 Prozent). Platz 14 für Oberhausen.
    • Oberhausen punktet auch mit einer vergleichsweise schlanken Verwaltung. Statistisch gesehen kamen im Jahr 2004 0,94 öffentlich Beschäftigte auf 100 Einwohner. Im Bundesdurchschnitt waren es 1,5 Beschäftigte in Gemeinden und Gemeindeverbänden. Rang 53.
    • Einkommen: Die Bruttolohnsumme am Arbeitsort je Beschäftigtem belief sich im Jahr 2005 auf 28.047 Euro (Bundesdurchschnitt 25.822 Euro). Rang 109.
    • Jugendliche, die einen Ausbildungsplatz suchen, sind in Oberhausen immer noch besser bedient als bundesweit: Statistisch gesehen kamen hier im Jahr 2003 immerhin 97,3 Ausbildungsplätze auf 100 Nachfrager. Bundesweit waren nur 96,8 Stellen im Angebot. Rang 232 für Oberhausen bundesweit. Platz 24 unter 54 Kreisen und kreisfreien Städten in NRW.

    Schwächen

    • Die kommunale Investitionsquote in Oberhausen lag im Jahr 2005 nur bei 3,6 Prozent. Das ist deutlich weniger als der Bundesdurchschnitt von 13,2 Prozent. Nur Platz 423 für die Stadt.
    • Kein Aushängeschild für die Stadt ist deren Kriminalitätsstatistik. 2005 wurden 10.384 Straftaten je 100.000 Einwohner gemeldet. im Bundesdurchschnitt waren es nur 6.919 Delikte. Rang 387.
    • Oberhausen bietet nur wenig Arbeit für Ältere: Lediglich 26,3 Prozent der 55- bis 65-Jährigen (bundesweit: 29,4 Prozent) hatten hier im Jahr 2005 eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Mit diesem geringen Anteil erreicht Oberhausen bundesweit nur Platz 367.
    • Einmal aus dem Job heraus, kommt man in Oberhausen schlechter als anderswo wieder hinein: 42,3 Prozent aller Arbeitslosen waren dort im Jahr 2005 langzeitarbeitslos (Bundesdurchschnitt 35,4 Prozent). Nur Rang 360. NRW-intern Platz 43 unter 54 Kreisen und kreisfreien Städten.