Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Aachen

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Aachen

    Beste Ausbildungsplatzdichte in NRW, mäßige Investitionsquote

    Der Landkreis Aachen belegt mit 49,1 Punkten Platz 256 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Nordrhein-Westfalen belegt der Landkreis Aachen Platz 36 unter 54 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Aachen punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Weit über Bundesdurchschnitt liegt im Kreis Aachen die Ausbildungsplatzdichte: Statistisch betrachtet standen im Jahr 2003 102,8 Ausbildungsplätze für 100 Nachfrager zur Verfügung. Im Bundesdurchschnitt waren nur 96,8 Ausbildungsplätze im Angebot. Rang 30 bundesweit und 1. Platz in NRW!
    • Im Kreis Aachen ist die Verwaltung schlanker als in vielen anderen Regionen Deutschlands: Auf 100 Einwohner kamen im Jahr 2004 statistisch 0,94 öffentlich Beschäftigte. Im Bundesdurchschnitt waren es 1,5 Staatsdiener je 100 Einwohner. Rang 50 bundesweit und Platz 6 unter 54 Kreisen und kreisfreien Städten in NRW.
    • Über Bundesniveau bewegt sich im Kreis Aachen der Anteil Beschäftigter in schnell wachsenden Branchen. Im Jahr 2005 waren im Kreis 10,7 Prozent in solchen Branchen tätig. Bundesweit sind es nur 8,4 Prozent. Rang 105 für den Kreis.
    • Der Kreis Aachen punktet auch bei den Einkommen: Im Jahr 2005 lag die Bruttolohnsumme am Arbeitsplatz bei 28.275 Euro je Beschäftigtem. Im Bundesdurchschnitt sind es 25.822 Euro. Rang 99.

    Schwächen

    • Vergleichsweise niedrig ist im Landkreis Aachen die Altersbeschäftigungsquote. 26,3 Prozent aller Einwohner im Alter von 55-65 Jahren hatten hier im Jahr 2005 einen Job. Bundesweit liegt die Quote bei 29,4 Prozent. Rang 365.
    • Unter Bundesniveau ist im Kreis Aachen das Bruttoinlandsprodukt. Die Wirtschaftsleistung je Einwohner lag im Jahr 2004 nur bei 20.135 Euro. Das reicht lediglich für Rang 273. Im Bundesdurchschnitt belief sich das BIP je Einwohner auf 24.805 Euro.
    • Höher als anderswo ist im Kreis Aachen die Arbeitslosenquote. Der Wert lag im Jahresdurchschnitt 2006 bei 14,2 Prozent. Deutschlandweit waren es 12,2 Prozent. Rang 298.
    • Nur Rang 329 erreicht der Kreis Aachen bei der kommunalen Investitionsquote: 8,5 Prozent der Gesamtausgaben wurden im Jahr 2005 investiert. Bundesdurchschnitt: 13,2 Prozent. Rang 329.