Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Düren

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Düren

    Recht hohe Einkommen, Schwächen am Lehrstellenmarkt

    Der Landkreis Düren belegt mit 49,9 Punkten Platz 242 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Nordrhein-Westfalen belegt der Landkreis Düren Platz 34 unter 54 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Düren punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Die Einkommen im Landkreis Düren bewegen sich deutlich über Bundesniveau: Im Schnitt lag die Bruttolohnsumme am Arbeitsort im Kreis im Jahr 2005 bei 28.601 Euro je Beschäftigtem. Bundesdurchschnitt: 25.822 Euro. Rang 87.
    • 10,6 Prozent aller Beschäftigten im Kreis Düren arbeiteten im Jahr 2005 in schnell wachsenden Branchen. Im Bundesdurchschnitt lag der Anteil nur bei 8,4 Prozent. Rang 109.
    • Über Bundesdurchschnitt liegt im Kreis Düren der Anteil Hochqualifizierter: 8,6 Prozent aller Beschäftigten hatten im Jahr 2005 einen Hochschul- beziehungsweise Fachhochschulabschluss. Bundesdurchschnitt: 7,5 Prozent. Rang 124.
    • Günstiger als im Schnitt der Republik ist im Kreis Düren die Altersstruktur der Bevölkerung. Beim Demografieindex kommt der Kreis auf 110,1 Punkte (2005) und erreicht Rang 162 im INSM-Bundesvergleich. Der Demografieindex ist ein Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft, beschreibt. Liegt der Wert unter 100 Punkten, so ist die Altersstruktur der Bevölkerung ungünstiger als im Bundesdurchschnitt, liegt er drüber, so ist sie besser.

    Schwächen

    • Vergleichsweise niedrig ist im Kreis Düren die kommunale Investitionsquote. Im Jahr 2005 wurden nur 6,5 Prozent der Gesamtausgaben investiert. Bundesdurchschnitt: 13,2 Prozent. Rang 380.
    • Auf eine unterdurchschnittliche Gründungsdynamik im Kreis Düren verweist der Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen. Der Wert lag hier im Jahr 2004 nur bei 2,3 je 1.000 Einwohner. Das reicht nur für Rang 369, denn im Bundesdurchschnitt liegt der Saldo deutlich höher - bei 3,3 je 1.000 Einwohner.
    • Unter Bundesniveau bewegt sich im Kreis Düren auch die Altersbeschäftigungsquote: Im Jahr 2005 hatten dort 27,8 Prozent aller Einwohner im Alter von 55-65 Jahren einen Job. Im Bundesdurchschnitt lag die Quote bei 29,4 Prozent. Rang 319.
    • Nicht punkten kann der Kreis Düren auch bei der Ausbildungsplatzdichte: Im Jahr 2003 gab es im Kreis statistisch nur 94,1 Ausbildungsplätze je 100 Nachfrager. Bundesweit waren 96,8 Stellen im Angebot. Rang 317.