Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Herford

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Herford

    NRW-Bester bei der Altersbeschäftigung, wenig Lehrstellen

    Der Landkreis Herford belegt mit 52,7 Punkten Platz 152 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Nordrhein-Westfalen belegt der Landkreis Herford Platz 16 unter 54 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Herford punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Platz 1 in Nordrhein-Westfalen belegt der Landkreis Herford bei der Altersbeschäftigungsquote. 34,6 Prozent der Einwohner im Alter von 55 bis 65 Jahren haben hier einen sozialversicherungspflichtigen Job. Im Bundesdurchschnitt sind es nur 29,4 Prozent. Rang 25 im INSM-Bundesvergleich.
    • Punkten kann der Landkreis Herford bei der Arbeitsplatzversorgung: Während bundesweit im Schnitt nur 59,2 Prozent der Erwerbspersonen im Alter von 15 bis 65 Jahren einen Job haben, sind es im Landkreis 65,4 Prozent. Rang 50.
    • Im Landkreis Herford arbeiten 10,1 Prozent der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen. Im Bundesdurchschnitt sind es nur 8,4 Prozent. Rang 120.
    • Bei der Kaufkraft kommt der Landkreis Herford auf Rang 130. Die Bruttolohnsumme am Wohnort je Einwohner beträgt hier 9.194 Euro (Bundesdurchschnitt: 8.523 Euro).

    Schwächen

    • Die Ausbildungsplatzdichte im Landkreis Herford ist unterdurchschnittlich: Auf 100 Lehrstellensuchende kamen im Jahr 2003 nur 90 Ausbildungsplätze. Bei einem Bundesmittel von 96,8 Ausbildungsplätzen ist das Rang 394 im INSM-Regionalranking.
    • Ungünstig stellt sich im Landkreis Herford mit einem Wert von 2 der Saldo von Gewerbean- und Abmeldungen je 1.000 Einwohner dar (2004). Der Wert liegt bundesweit im Schnitt bei 3,3. Rang 405.
    • Nur Rang 368 belegt der Landkreis Herford bei der kommunalen Investitionsquote. Im Durchschnitt im Jahr 2005 lag der Anteil der jährlichen kommunalen Investitionen an den Gesamtausgaben bei 7,0 Prozent. Der Bundesdurchschnitt lag bei 13,2 Prozent.
    • Ein Arbeitnehmer im Landkreis Herford kostete sein Unternehmen im Jahr 2004 im Schnitt 32.635 Euro. Deutschlandweit waren es 30.561 Euro. Nur Rang 313 bei den Arbeitskosten.